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Sonntag, 23. Juni 2013

°.: Manga - Servamp :.°



Mahiru ist für jeden das Mädchen für alles. Fähig, zuverlässig und hilfsbereit. Durch seine nette Art kommt er auch zu der streunenden schwarzen Katze, die er mit nach Hause nimmt und die sich als etwas ganz Anderes herausstellt. Mahiru hat aus Versehen einen Vampir zu sich geholt und schlittert dank diesem von einer gefährlichen Situation in die Nächste.
Titel: Servamp
Originaltitel: サーヴァンプ
Autor: Strike Tanaka
Verlag: Tokyopop
Bände: 1 auf Deutsch (4 auf Japanisch)

Inhalt:
Mahiru hat einen streunenden schwarzen Kater auf der Straße aufgelesen. Als er am
folgenden Nachmittag nach Hause kommt, stellt sich heraus, dass es sich bei seinem
Mitbewohner allerdings ganz und gar nicht um ein
kuscheliges Haustier, sondern um einen Vampir
handelt. Noch dazu um einen der sieben Servamps. Diese stellen jeder eine der
sieben Todsünden dar und sind die zweitmächtigsten Vampire, die auf Erden wandeln.
Allerdings müssen die Servamps - wie alle anderen  Vampire auch - ihre Kraft aus
Menschenblut beziehen. Was wiederum Mahiru auf den Plan und 
schließlich zu einem Pakt mit dem Servamp bringt, der Sleepy Ash genannt wird.
Sleepy Ash verdient seinen Namen, den er wegen der Todsünde der Trägheit hat, zu Recht. 
Denn was immer auch geschieht, Ash geht die Situation erst einmal gelangweilt an. Was Mahiru vor 
allem aus der Fassung bringt, als die beiden sich auf einmal einem fremden Vampir gegenüber sehen, 
der Mahirus Freunde angreift.

persönlicher Eindruck:
1. Cover: Ich persönlich finde den Zeichenstil sehr schön und wenn man sich die folgenden Cover 
betrachtet gefällt mir auch, dass jeder Servamp, der vorgestellt wird, auch seine eigene Farbe bekommt. 
Was mir allerdings nicht passt: Auf dem Cover wird viel vorweg genommen. Beispielsweise soll im 
dritten Band ein neuer Servamp auftauchen, den Mahiru und Ash zu finden versuchen. Und der Leser 
sieht den Servamp schon, bevor die beiden Helden ihm das erste Mal begegnen. Das nimmt für mich 
leider einen großen Teil der Spannung.

2. Zeichenstil: In einem Wort zusammen gefasst: überraschend! Zuerst fängt der Manga relativ harmlos 
an. Mahiru und seine Freunde in der Schule werden vorgestellt, das Kätzchen wird gefunden und so 
weiter. Doch sobald sich Sleepy Ash als Vampir zeigt, ändert sich auch der Zeichenstil schlagartig. 
Das finde ich richtig gut gemacht. Und auch bei den anderen Vampiren ist es so, dass sie eine Mischung 
von mangamäßig quietschig und blutig böse darstellen. Vor allem beim Straßenkünstler, der im ersten 
Band auftritt, war das sehr auffällig. Ich persönlich bin ja schon sehr gespannt auf die anderen Servamps, 
aber dazu bei der Story direkt.

3. Story und Personen: Erst einmal ist vielleicht zu klären, dass ich Vampire mag. Aber! Für mich ist 
ein Vampir ein blutdürstender Unhold, der gepfählt werden muss und kein... Glitzerdings. Soweit, so 
gut. So gut auch bei Servamp, würde ich bisher sagen. Interessant finde ich die Variante mit den 
Obervampiren => Servamps => Ghoulen. Dass die Servamps die sieben Todsünden repräsentieren 
ist auch eine nette Idee (die übrigens im zweiten Band gleich wieder ansatzweise über den Haufen 
geworfen wird). Warum sie sich dann allerdings noch jeweils in ein anderes Tier verwandeln... ist 
meiner Meinung nach ein bisschen too much, stört aber auch nicht weiter. Was sehr gut gemacht ist, 
sind die unterschiedlichen, sehr stereotypen Charaktere der Servamps und Ghoule, soweit man das bis 
zum dritten Band sagen kann. Ohne zu viel zu verraten: Mahiru und Sleepy Ash müssen sich auf den 
Weg machen, um die anderen Servamps zu finden und dadurch eine Katastrophe verhindern. Ich bin 
schon sehr gespannt auf die einzelnen Todsünden, weil ich zum Beispiel den Gegenspieler vom 
Charakter sehr gut getroffen, aber vom Charakterdesign zum Schnarchen finde.

Fazit:
Ich würde schon allein von der Aufmachung und der Storyidee sehr viele Punkte geben. Todsünden 
meets Vampire und noch dazu einen harmlosen, seine innere Stärke findenden Jungen ist doch klasse 
als Grundidee! Wenn die Charakterdesigns allerdings so detaillos bleiben, schlägt mein Herz nicht 
unbedingt höher. (Ist wahrscheinlich für die Herren der Schöpfung weniger ein Problem, aber ich bin 
gespannt auf den nächsten Servamp, der sich mit Schmetterlingen angekündigt hat und waaaahrscheinlich 
ein Mann ist! ;)
Insgesamt lohnt es sich, einmal in Servamps hinein zu lesen. Am Ende jedes Bandes gab es bisher einen 
guten Cliffhanger und es macht wirklich Spaß die Geschichte zu lesen. Bloß wer es gar nicht blutig mag, 
sollte die Finger von diesem Manga lassen.

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