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Dienstag, 22. Mai 2012

°.: Leseeindruck - French: Irgendwas geht immer :.°

Bei vorablesen.de drüber gestolpert:

Inhalt laut ullstein-Verlag:
Niemand geht einem so sehr auf die Nerven wie die Familie. Und nichts ist unterhaltsamer, als festzustellen, dass es anderen genauso geht. So wie den Battles! Mutter Mo, eine Kinderpsychologin, steht fassungslos vor ihren pubertierenden Kindern. Tochter Dawn findet ihre Familie schrecklich peinlich. Sohn Peter ist in Oscar Wilde verliebt – und benimmt sich leider auch so. Und ja, einen Ehemann gibt es auch: Mo nennt ihn liebevoll »Ich-muss-noch-was-arbeiten!«. Keiner versteht den anderen oder redet vernünftig. Bis es hart auf hart kommt. Als sich ein fieser Betrüger in ihr Leben schleicht, halten alle zusammen – sogar der Hund. 

Meine Meinung: 
Der wirklich erste Eindruck?
Was für eine verzogene Göre! Leider kenne ich auch im wahren Leben Mädels, die ihre Mutter mit diesen oder ähnlichen Ausdrücken beschimpfen und jedes Mal frage ich mich, wie man das nur aushalten kann. Oder wie es dazu kam, dass aus einem kleinen Mädchen so eine Schimpfwortschleuder wurde.
Das Buch scheint dem auf den Grund gehen zu wollen?
Zumindest bekommt der Leser einmal die Innensicht der dazu gehörenden Mutter offenbart. Dass diese sich allerdings erst einmal nur über den Feigling von Ehemann auslässt, finde ich... unwichtig bis uninteressant. Wenn er nie anwesend war - wie Mo sich beschwert - muss sie ihre Tochter ja wohl allein zu diesem Balg erzogen haben.
Wen ich wirklich köstlich und zum Lachen finde, ist Peter/Oscar! Seine Sicht der Dinge ist erfrischend und auf eine Art und Weise ehrlich, die seine Mutter und Schwester sich einmal aneignen sollten. Natürlich hat er auch nicht gerade ein schönes Bild von den Damen im Haus, aber er stellt das mit so einer trockenen Art fest, dass man eigentlich sieht, dass er sie beide gern hat.
Zur Leseprobe allgemein:
Insgesamt gefällt mir der Anfang ganz gut. Die Sprache ist pfiffig und man hat immer wieder etwas zu Schmunzeln.
Was mir vom Inhalt ein bisschen Sorgen macht ist die Tendenz, dass das Ganze in eine dieser vielen "alternde Ehefrau sucht neuen Anfang, findet sich selbst und neuen Mann"-Geschichte abdriftet.
Aber es macht auf jeden Fall Lust, weiter zu lesen.

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