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Dienstag, 7. Juni 2011

°.: Lesen - Leseeindruck: Das Wunder von Treviso :.°

Susanne Falk: Das Wunder von Treviso, 
Kindler Verlag
erscheint am 15.7.2011

Nach einiger Zeit habe ich mal wieder auf "vorablesen.de" vorbei geschaut und mir die pdf-Datei zu "Das Wunder von Treviso" zu Gemüte geführt. Ich hatte schon vorher Gutes zu diesem Roman gehört und kann sagen, dass die Leseprobe mich sehr neugierig macht.

Zuerst zum Cover: Von der Aufmachung her hat mich das Buch nicht unbedingt angezogen. Auf den ersten Blick fiel es für mich in die Kategorie: "Gezwungen witzige Erlebnisse im fremde-Kulturen-Dschungel". Ich finde, für die Stimmung des Buches hätte man sich auch ein etwas aufwändigeres Cover aussuchen können. Auch die Sprache entspricht nicht dem, was ich normalerweise bei dieser Aufmachung vermuten würde. Ich würde sagen: Der Inhalt erfüllt mehr, als die Verpackung verspricht.

Erster Leseeindruck: Mir gefällt die Art der Beschreibungen. Angefangen bei der Szene in der Oper, bei der ich den kleinen, gelangweilten Jungen richtig vor mir gesehen habe, als er versuchte, seiner Schwester die Haare mit einem Kaugummi an den Sessel zu kleben. Die Gedankenwelt der Nonna ist ebenfalls köstlich beschrieben und die plötzlichen Kertwenden im Erzählstrang regen sehr zum Schmunzeln an. Besonders gut hat mir der Schluss des Einstiegs gefallen, der (hoffentlich) auf ein späteres Ereignis im Buch hinweist.

Die kleinen, netten Details bleiben auch bei der Beschreibung des Dorfes vorhanden. Die Bilder sind sehr schön gewählt und lassen die Umgebung vor dem inneren Augen absolut zuverlässig entstehen. Mir gefiel das charmante Dörfchen auf Anhieb. Vor allem der Laden mit den uralten Kalendern. Das wäre ein Photo während des Italienurlaubs auf jeden Fall wert gewesen.

Was der Plan des Pfarrers ist, um die Gemeinde wieder auf die Landkarte zu bringen, ist sofort klar. (Wird auch im Klappentext klar vorgestellt.) Aber gerade die Andeutung mit der Herdplatte, an der er sich später verbrennen wird/könnte, macht es wieder spannend.

Ich persönlich würde das Buch sehr gern lesen, weil mir der Schreibstil gefällt und es mich interessiert, ob aus der Geschichte wirklich etwas Mitreißendes gebaut wird. Ich könnte mir leider auch vorstellen, dass die Idee bald verbraucht ist und sich im Sande verläuft.

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