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Dienstag, 24. Mai 2011

°.: Lesen–Jim C. Hines "Drei Engel für Armand" :.°

Jim C. Hines: “Drei Engel für Armand”, TB, Bastei Lübbe, 9.99€


Gerade ist Danielle Whiteshore (den Menschen und Elfen im Königreich besser bekannt unter dem Namen Aschenputtel) von ihrer Hochzeitsreise mit ihrem Prinzen zurück, als die finstere Vergangenheit in Form ihrer Stiefschwester erneut durch die Tür tritt. Nicht nur ist die Schwester verbittert, leidet immer noch unter der Schmach, ihrem verstümmelten Fuß und dem späteren Tod ihrer Mutter, sondern sie kann plötzlich auch zaubern. Danielle muss sich vor ihrer bösen Stiefschwester in Acht nehmen und wäre da nicht die seltsame Dienerin Talia, hätte die neue Prinzessin den Familienbesuch nicht überlebt. Trotz der Bemühungen der Palastwachen und Talia, kann die Stiefschwester fliehen. Und zu allem Übel ist auch noch Danielles Mann, der Prinz Armand entführt worden. Entschlossen, herauszufinden was überhaupt um sie herum passiert, schließt die frisch gebackene Prinzessin sich Talia an und muss feststellen, dass diese nicht die ist, die sie zu sein scheint.
Talia (alias Dornröschen) und Schnee (alias Schneewittchen) machen sich im Auftrag der Mutter des Prinzen mit Danielle auf den Weg, um die bösen Stiefschwestern zu finden. Im ehemaligen Haus der Familie, in dem Danielle ihre Rolle des Aschenputtels zurück gelassen hat, kommt es zum magischen Kampf. Der Baum, in dem noch der Geist von Danielles Mutter gelebt und ihr im bekannten Märchen immer geholfen hatte, wird dabei vollkommen zerstört. Die junge Prinzessin ist am Boden zerstört, doch in ihrem Entschluss umso mehr bestärkt, die miesen Machenschaften ihrer Stiefschwestern aufzudecken und ihren Prinzen aus deren Klauen zu befreien.

Meine Meinung: Die Idee das Märchen weiter zu spinnen und vor allem auf eine Weise, die sich vollkommen von ‘und sie lebten glücklich bis an ihr Ende’ unterscheidet, hat mir sofort gefallen. Allein deswegen und weil die Prinzessin, mit Hilfe von zwei anderen Märchenfiguren, ihren Prinzen retten darf, habe ich zum Buch gegriffen. Allerdings hat mich Aschenputtel/Danielle von Anfang an nicht überzeugt. Sie war wenig heldenhaft und hatte für mich auch nicht das Potential, das in einer Art zu ändern, die mich später im Buch mitgerissen hätte. Talia und Schnee hatten da allein wegen ihrer lange verborgenen Hintergrundgeschichte mehr Ecken und Kanten. Allerdings hat Jim C. Hines diese meiner Meinung nach auch nicht ausreichend ausgereizt. In der Geschichte lief alles trotz irgendwelcher Fallen, Feinden und Ähnlichem einfach zu glatt. Und am Ende stand der Prinz, dem ich dafür danke, dass er nicht der von mir erwartete Waschlappen war, sondern sogar ganz charmant für die Situation, in die man ihn geworfen hatte.
Insgesamt würde ich das Buch nicht unbedingt empfehlen. Nette Idee, Ausführung aber leider nicht mitreißend.

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