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Montag, 7. Februar 2011

°.: It's genuinely, thrillingly horrible :.°

... and I mean that in a good way." (Independent)



C. Priestley: Tales of Terror from the Tunnel's Mouth, TB, 288 S., Bloomsbury Publishing

Prepare to be chilled to the bone as
Robert discovers just how frightening
it can be to be alone on a train with only
strangers  to keep you company


Robert ist froh, dass er wieder zur Schule darf. Weg von seiner Stiefmutter, die nicht nur nervtötend, sondern auch noch peinlich ist, weil sie an das Übernatürliche glaubt. Als wäre das nicht genug, prophezeit sie Robert ein Unglück, das mit seiner Zugfahrt nach London und einem Kuss zu tun haben wird. Als würde Robert sich in einem Zug von irgendjemandem küssen lassen.
Natürlich passiert nichts dergleichen. Aber ein wenig seltsam ist es schon, als Robert nach einem kleinen Nickerchen in seinem Abteil aufwacht und ihm eine Frau, vollkommen in weiß gekleidet, gegenüber sitzt. Keiner der anderen Anwesenden, die alle in tiefem Schlummer liegen, bemerkt die Frau. Auch dann nicht, als sie sich mit Robert unterhält und ihm immer mehr Schauergeschichten erzählt. 
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Da ich die ersten beiden Bände von Chris Priestleys Schauergeschichten gelesen und mich dabei wirklich gut unterhalten gefühlt habe, konnte ich auch auf die neueste Sammlung nicht verzichten.
Priestley hält am altbewährten Prinzip fest, erzählt Geschichten, die einem das Gruseln lehren und fasst sie in einer Rahmenhandlung, die selbst eine der Schauergeschichten darstellt, zusammen. 
Diesmal fand ich die Rahmengeschichte besonders gut eingewebt. Das hat mir auch schon bei den Tales of Terror from the Black Ship so gut gefallen. Lauter kleine, eingestreute Hinweise, die dafür sorgen, dass man zwar ahnt, aber eben doch nicht genau weiß, wie sich am Ende alles auflösen wird. Den Schluss fand ich auch recht gelungen, allerdings bin ich innerhalb der Rahmengeschichte über etwas gestolpert, was ich im ersten Buch noch einmal nachlesen muss. Wieder stattet auch Onkel Montague (der Erzähler des ersten Buches) der Geschichte einen Besuch ab. Aber diesmal war ich mir nicht so sicher, ob dieser Hinweis nicht der Geschichte des ersten Buches zuwider läuft. Ich glaube mich zu erinnern, dass Onkel Montagues Geschichte ein bisschen anders gewesen ist, als hier im Tunnel's Mouth erzählt. Natürlich kann es sein, dass ich mich irre. (Sogar sehr wahrscheinlich.) Aber ich werde es nachlesen.
Die Schauergeschichten an sich fand ich diesmal relativ durchwachsen. Einige fand ich wieder großartig gruselig und wunderbar konstruiert, wie z.B. "The Glasshouse" und "A Crack in the Wall". Andere waren mir ein bisschen zu sprunghaft und "Sister Veronica" fand ich einfach nur brutal. 

Trotzdem finde ich, dass Priestley gut an die beiden Vorgänger anknüpft. Tolle Unterhaltung mit Gruselgarantie. Vier von fünf Nekos. ^^ 

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