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Donnerstag, 30. Dezember 2010

°.: Leben - Spieleabende :.°

Winter ist aus verschiedensten Gründen meine Lieblingsjahreszeit: Schnee, Kälte, gemütliches Teetrinken auf der Couch und Spieleabende.
Letzteres hatte ich schon seit Jahren nicht mehr und war mir irgendwie schon fast unschlüssig, ob ich noch die Geduld dazu habe. Aber gefreut habe ich mich trotzdem, als ich vollkommen unverhofft zu einem Spieleabend eingeladen wurde.
Gespielt wurde Verschiedenes und da ich mich so zu sagen in eine "Expertenrunde" eingeschlichen habe, muss ich jetzt mal etwas von unseren Erkenntnissen an die Öffentlichkeit weitergeben.

**°:. Risiko - Neueste Version .:°**
Ich mochte mich ja gar nicht genau erinnern, wie lange es her war, dass ich Risiko gespielt hatte. Auf jeden Fall schon mehr als zehn Jahre. Ich kannte das Spiel noch mit den kleinen Männchen, Pferden und Kanonen und den Missionskarten, bei denen ich meistens das doofe "Weltherrschaft" gezogen hatte.
Heute ist Risiko anders. Und ich muss sagen: Nicht besser.
Die Spielfiguren sind durch kleine Kunststoffpfeile ersetzt worden, die zwei meiner Mitspieler nur mit Hilfe von Pinzetten auf dem Spielplan bewegen konnten. Außerdem sind diese "Spielfiguren" so markiert, dass man kaum erkennt, ob es sich um einzelne oder Dreiertruppen handelt. Nicht sonderlich gut gelöst.
Genauso, wie die Spielanleitung, in der ein paar Punkte entweder nur dürftig und in unverständlichen Verweisen oder gar nicht erklärt werden.
Dass es auch keine Missionskarten mehr gibt, ist da dann fast schon Nebensache.
Trotzdem schade.
Mein Tipp: Die alte Version kaufen und sich über das richtige Risiko-Feeling freuen!
Auf zur Weltherrschaft! :)

Montag, 20. Dezember 2010

°.: Leben - Pause :.°

So, es hat mich doch erwischt.
Dabei ging es so gut voran und ich hatte mich schon auf lockeren Umgang mit dem Vorweihnachtsstress eingestellt, aber nein... heute hab ich so richtig eine auf den Deckel bekommen. Mir steht's bis unter die Ohren und ich weiß gar nicht, wie ich meine Müdigkeit definieren könnte.

Daher ist das Projekt 'Ein Tag - ein Buch' leider bis auf das kommende Jahr verschoben. Aber dann... mit neuem Tatendrang! ^^

*gähn*

Freitag, 17. Dezember 2010

ZWEI und DREI


Na toll, da fange ich sowas an und schon geht mein Internet kaputt. -.-

Aber dann eben gleich zwei Punkte auf einmal:
Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst.
Kurz und gut "Rubinrot". :)

Dein Lieblingsbuch
Oooh... Ich weiß nicht. Erste Eingebung: "Rumo"

Mittwoch, 15. Dezember 2010

31 Tage - 31 Bücher

Ich habe die Aktion schon bei so vielen Blogger-Bücherliebhabern gesehen und wollte schon lange auch mitmachen. Endlich habe ich auch die komplette Liste gefunden und jetzt... LOS! :D

Unter den jeweiligen Stichworten ist der post zum Tag verlinkt. ^^



Tag 1 – Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst
Tag 3 – Dein Lieblingsbuch
Tag 4 – Dein Hassbuch
Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest
Tag 6 – Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)
Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert
Tag 8 – Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
Tag 9 – Das erste Buch, das du je gelesen hast
Tag 10 – Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/deiner Lieblingsautorin
Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst
Tag 12 – Ein Buch, das du von jemandem empfohlen bekommen hast
Tag 13 – Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst
Tag 14 – Ein Buch aus deiner Kindheit
Tag 15 – Das 4. Buch in deinem Regal von links
Tag 16 – Das 9. Buch in deinem Regal von rechts
Tag 17 – Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen
Tag 18 – Das Buch, mit dem schönsten Cover, das du besitzt
Tag 19 – Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest
Tag 20 – Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 21 – Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 22 – Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat
Tag 23 – Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat
Tag 24 – Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast
Tag 25 – Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt
Tag 26 – Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest
Tag 27 – Ein Buch, dessen Hauptperson dein „Ideal“ ist
Tag 28 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!
Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt???
Tag 30 – Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 31 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst
x
Carrie

Dienstag, 14. Dezember 2010

°.: Lesen - Es war einmal eine Frau, die ihren Mann... (L. Petruschewskaja) :.°


Ljudmila Petruschewskaja: Es war einmal eine Frau, die ihren Mann nicht sonderlich liebte - Russische Schauergeschichten, TB, 190 S., Berlin Verlag, 8.95€

Wie hätte ich bei dem Werbespruch: "Für alle, die von Vampiren und Werwölfen fürs Erste genug haben." auch widerstehen können. Nach Priestleys Schauergeschichten für die jungen Leser, habe ich mir das dünne Bändchen aus dem Berlin Verlag gekauft und war sofort wieder süchtig!
Allein die Art des Erzählens, die ich auch bei anderen russischen Schriftstellern wegen ihrer Geradlinigkeit und der wenigen Schnörkel so mag, haben mich bei der ersten Geschichte sofort in Bann geschlagen. 
Petruschewskajas Geschichten können sich mit Recht gruselig und schaurig nennen und lassen einem immer wieder die Haare auf im Nacken zu Berge stehen. Aber sie haben auch sehr viel Flair, Stimmung und lassen einen nicht so schnell los, selbst wenn man die leider nur 190 Seiten gelesen hat.

Nichts für schwache Nerven, aber wirklich einmal etwas Anderes im übernatürlichen Bereich.
Lesenswert!

Sonntag, 12. Dezember 2010

°.: Lesen - Der Schrecksenmeister (Walter Moers) :.°


Walter Moers: Der Schrecksenmeister - ein kulinarisches Märchen aus Zamonien, HC, 384 S., Piper Verlag, 22.90€

Echo, das kleine Krätzchen, hat seine Besitzerin an den Tod verloren und weiß sich nicht mehr zu helfen. Der Hunger nagt an ihm und spielt ihn - zu dem Zeitpunkt, an dem Echo bereits im Delirium liegt - dem fürchterlichen Schrecksenmeister von Seldwaya in die Hände. Dem Schrecksenmeister Eißpin ist sofort klar, dass er mit dem kleinen Echo einen für die Alchemie bedeuteten Treffer gelandet hat. Deshalb schließt er mit ihm einen Pakt. Einen Monat lang - bis der volle Schrecksenmond wieder am Himmel steht - soll Echo es in Eißpins Haus gut haben. Er wird fürstlich bekocht, darf sich frei bewegen und wird in die Geheimnisse des alchemistischen Wissens eingeweiht. Alles Dinge, die Echo gerne annimmt. Vor allem das mit dem Essen. Allerdings hat der Schrecksenmeister an seine Taten eine harte Bedingung geknüpft. Ist der Monat vorbei, Echo bis zum Platzen gemästet... darf Eißpin ihn töten und das Fett der Kratze für seine Experimente auskochen.

Man kommt nach 10 Stunden Arbeit nach Hause und denkt sich "Ach, ich könnte ja noch ein oder zwei Seiten lesen"... Ein Tip: Bei Walter Moers' "Schrecksenmeister" ist das keine gute Idee. Denn es wird garantiert nicht bei einer, nicht bei zwei und auch nicht bei zwanzig Seiten bleiben!
Wie schon bei den vorangehenden Zamonien-Romanen ist auch hier wieder absolutes Lesevergnügen garantiert. Von der humoristischen Verarbeitung alter Literatur-Meister angefangen, über die gruseligen Phantasiegestalten, bis hin zu den absolut passenden Illustrationen hat der Schrecksenmeister wieder alles, was die Fans an Moers' Romanen lieben.
Rundum ein klasse Buch, aber leider bis jetzt das Letzte der Reihe um die wunderbar erschreckende Welt Zamonien.

Klick auf Echo

Sonntag, 5. Dezember 2010

°.: Lesen - Leserpreis Abstimmung :.°


Vom Leserpreis hatte ich zwar schon gehört, aber erst dieses Jahr habe ich mich näher damit befasst und auch meine eigenen Vorschläge eingereicht. Drei davon stehen jetzt auch auf der Voting-Liste, was wohl bedeutet, dass ich doch keinen abgefahrenen, außerhalb-der-Norm-Geschmack habe. :) Beruhigend, wenn man meinen Beruf bedenkt. :D

Bis zum 10.12. darf in den zehn Kategorien noch abgestimmt werden. Ich finde schon die Auswahl spannend und werde mich sicher gleich darüber informieren, wer gewonnen hat.

Meine Favoriten sind:
Allgemein: "Die Enden der Welt" - Roger Willemsen
Krimi: "Leopard" - Jo Nesbo
Romantik: "Tage wie diese" - John Green, u.a.
Fantasy: "Skulduggery Pleasant 4" - Derek Landy
Histor. Roman: "Ein Herz auf Flügeln zart" - Helen Abele
Jugend: Ich konnte mich wirklich kaum entscheiden, weil ich so viele von den gelisteten Büchern gut fand, aber ich hab dann Folgendes genommen. "Panem - Gefährliche Liebe" - Suzanne Collins
Sachbuch: Habe ich nicht gewählt, weil mein Favorit nicht dabei war und ich sonst keins von den Büchern gelesen habe.
Hörbuch: "Beastly" - Alex Flinn
Titel: Auch eine verdammt schwierige Kategorie. "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" - Lauren Oliver
Cover: "Saphirblau" - Kerstin Gier

Viel Spaß beim Voten!

Mittwoch, 1. Dezember 2010

°.: Drawing - Sherlock Kakaos :.°


Irgendwann wäre es schön, wenn ich mich mit mir selbst auf einen Stil einigen könnte. Aber irgendwie gefällt mir so viel so gut, dass ich immer etwas Neues ausprobieren muss. Eigentlich schade, weil meine Bilder dann kein Markenzeichen haben, so wie bei vielen Anderen. Das scheint mir nicht zu entsprechen.
Trotzdem gefallen mir meine Beiträge zur Sherlock Holmes Mini-STA eigentlich ganz gut. Vor allem Mary (rechts) hat Spaß gemacht. Leider ist der Scan nicht toll und die Farben zu hell geworden. In der Mitte sieht man mal einen, meiner Meinung nach gelungenen, Chibi-Versuch und ganz links einen etwas pummeligen Sherlock Holmes.
Warum die Mary-Karte größer ist als die Anderen, obwohl ich sie auf die gleiche Größe skaliert habe, weiß ich nicht. *Schulterzuck*

Als nächstes muss ich endlich die Kakaos zum Thema Gummibärenbande fertig machen. Ah, Termine! :D

Douglas Adams - Die Letzten ihrer Art


Douglas Adams - Die Letzten ihrer Art: Eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde, Heyne Verlag, TB, 272 S., 8,95€

"Eine Art nach der anderen verabschiedet sich. (...) Es gibt nur noch knapp zwanzig weiße Nashörner, und um die ist ein erbitterter Kampf mit den Wilderern ausgebrochen. Die leben in Zaire. Oder nimm die Berggorillas - obwohl sie zu den engsten lebenden Verwandten des Menschen gehören, haben wir sie in diesen Jahrhunderten fast vollständig ausgerottet. Aber das passiert überall auf der ganzen Welt. Hast du schon mal was vom Kakapo gehört?"
"Vom was?"
"Vom Kakapo. Das ist der größte, dickste, und flugunfähigste Papagei der Welt. Lebt in Neuseeland. Ist der seltsamste Vogel, den ich kenne, und wird wahrscheinlich genauso berühmt, wie der Dodo, falls er ausstirbt."
"Wie viele gibt's denn noch von denen?"
"Vierzig, Tendenz fallend. Kennst du den Yangtse-Delfin?"
"Nein."
"Die Drachenechse von Komodo? Den Rodrigues-Flederhund?"

1988 machen sich Douglas Adams (Autor der Si-Fi-Romanreihe 'Per Anhalter durch die Galaxis) und Mark Carwardine (Zoologe für den WWF) auf die Suche nach den damals aussterbenden Tieren unserer Erde. Sie besuchen die Komodoechsen, die zu ihrer eigenen Arterhaltung für Touristen in einer Monstershow präsentiert werden. Die beiden wandern durch dichte Regenwälder, um einem Berggorilla Auge in Auge gegenüber zu stehen. Das riesige Männchen flößt Adams in erster Linie einen vernünftigen Fluchtreflex und echten Respekt ein. Gegen die Wilderer, die den Gorilla hauptsächlich für Sammler einzelner Körperteile der Tiere abschießen, nützt dieses Auftreten allerdings nicht.
Adams und Carwardine reisen bis nach Neuseeland, um sich den gefährdeten Kakapo anzusehen, der allein durch sein Paarungsverhalten genug Probleme hat und zusätzlich von den eingeführten Katzen auf der Insel bedroht wird, vor dem Aussterben steht. Genauso, wie der Yangtse-Delfin, der vom Dreck und Lärm der größten chinesischen Wasserstraße vollkommen orientierungslos gemacht, immer wieder Schiffsschrauben zum Opfer fällt.
All die Tiere, die bereits damals zu den aussterbenden Arten gehörten, beschreibt Douglas Adams mit den Augen eines Menschen, der nicht mehr Vorwissen hat, als jeder Andere. Allein seine Neugier und die Besorgnis, die im Verlaufe seiner Reise und seines Berichts darüber immer deutlicher hervor tritt, machen das Buch schon zu etwas Besonderem. Und vor allem verdeutlicht er mit seinem Text, der zwar auch eine große Portion an Ironie - man könnte es in Anbetracht der Tatsachen als Galgenhumor bezeichnen - wie schlimm es um den Tierbestand und vor allem um das Interesse der Menschen geht, diese zu schützen. 
Zwar treffen Adams und Carwardine bei ihren Expeditionen immer auf Organisationen und einzelne Menschen, die sich dem Schutz der Arten verschrieben haben, aber es wird allein durch deren zitierte Aussagen deutlich, dass sie auf sehr verlorenem Posten stehen.
Oder vielmehr standen.

Mich persönlich hat das Buch sehr beeindruckt. Es ist flüssig und leicht zu lesen, lässt einen sogar ab und an lachen und trotzdem trifft es sehr genau den Punkt und lässt mich vor allem mit dem Absatz zurück, den der Co-Autor Mark Carwardine ans Ende des Buches setzt.

"Es gibt noch einen letzten Grund, sich zu kümmern, und ich glaube, daß er allein ausreicht. Jenen Grund, der zweifellos die vielen Menschen antreibt, die ihr ganzes Leben damit zubringen, sich den Interessen von Nashörnern, Sittichen, Kakapos und Delphinen zu widmen. Es ist ein sehr einfacher Grund: Die Welt wäre ärmer, dunkler und einsamer ohne sie."

Die Tierbestände heute:
Komodowaran - geschätzte 5000 Tiere
Nördliches Breitmaulnashorn - gilt als kaum noch zu retten, nur noch mehrere dutzend Tiere
Kakapo - gilt in Freiheit als ausgestorben
Berggorillas - 600/700 Tiere, Tendenz fallend
Yangtse Delfin - Zahl unbekannt
Rodriguez Flughund - ausgestorben